Asiatische Tattoos

Beliebt bei Europäern: asiatische Tattoos

Symbole aus dem asiatischen Raum erfreuen sich beim Tätowieren großer Beliebtheit, und besonders japanische und chinesische Schriftzeichen sind in der westlichen Welt populär. Japanische Tätowierungskunst wird in der Landessprache auch ‚irezumi‚ oder ‚horimono‚ genannt und hat eine sehr lange Geschichte. In Japan rufen Tattoos bei vielen Menschen negative Assoziation hervor, denn viele Männer aus der Unterwelt wie Yakuza-Mitglieder sind so gekennzeichnet. So war das Tätowieren von Kriminellen früher auch eine Strafe, und für die so Gekennzeichneten gab es keinen Platz mehr in der japanischen Gesellschaft. In dem Willen, sich der westlichen Welt anzupassen, verbot die kaiserliche Meji Regierung das Tätowieren schließlich ganz und bezeichnete es als barbarisches Relikt der Vergangenheit. Arbeitslos wurden die Künstler dennoch nicht, denn ausländische Seeleute ließen sich gerne in den Häfen tätowieren und trugen die japanische Kunst so nach Europa. Mit der steigenden Nachfrage bei den amerikanischen Besatzern wurde das Verbot der asiatischen Tatoos 1948 wieder aufgehoben. Trotz allem werden Tätowierungen in Japan immer noch mit der Unterwelt verbunden, und Jugendliche tragen Tattoos zumeist nur nach westlichem Vorbild. Die japanischen Symbole, die in der westlichen Welt tätowiert werden, stammen vor allem aus dem Kanji Alphabet.

Chinesische Tattoos basieren auf der hochentwickelten Schrift, die in mehr als 3000 Jahren entstand. Diese Schrift basiert allerdings auf keinem Alphabet, sondern auf Symbolen, die sprachlichen Ausdruck und die Vorstellung symbolisieren. Bevor man sich also ein Symbol stechen lässt, sollte man unbedingt jemanden um Rat fragen, der diese Schrift beherrscht. Andernfalls kann es zu peinlichen Missverständnissen kommen, denn schon winzige Linien, die fehlen, können das schöne Symbol in ein Kauderwelsch verwandeln. Deshalb ist auch bei Künstlern ein großes Fingerspitzengefühl gefordert, denn sie müssen sich haargenau an die Vorlage halten. Oft ist auch gar nicht leicht, das passende Symbol für den eigenen Namen zu finden, und man sollte unbedingt einen Experten zu Rate ziehen.