Tattoo Geschichte

Die Geschichte des Tattoos

Dass Tätowierungen eine sehr lange Geschichte haben, ist spätestens seit der Entdeckung des Ötzis klar, denn die etwa 5300 Jahre alte Gletschermumie trägt zahlreiche Zeichen am Körper. Woher genau Tätowierungen aber stammen und wo sie sich vorwiegend entwickelt haben, kann nicht genau bestimmt werden. Seit ewigen Zeiten sind Tattoos fest mit der Kultur und dem Leben des Menschen verbunden.

Während in Polynesien auf diese Art und Weise heiratsfähige Frauen gekennzeichnet wurden und Jungen in den Rang der Männer aufstiegen, unterscheidet sich der Zweck von Tätowierungen von Kultur zu Kultur. Nachdem Tattoos ca. 2000 vor Christus über China nach Griechenland gelangten, wurden sie dort verwendet, um unter Spionen kommunizieren zu können. Als sie den japanischen Raum erreichten, wurden sie vor allen Dingen für rituelle und spirituelle Zwecke genutzt. Auf Borneo dienten Tätowierungen hingegen dazu, heldenhafte Krieger auszuzeichnen, und trat man hier einer Peson mit tätowierter Handfläche gegenüber, so wusste man, dass diese mit eben jener Hand einen anderen Krieger getötet hatte.

Für die Verbreitung von Tattoos in Europa und der westlichen Welt sorgte vor allem Kapitän Cook, der einen tätowierten Insulaner aus Tahiti von einer seiner Reisen mitbrachte und ihn als eine Art Attraktion vorführte. Leute bestaunten seinen Körper und wollten ihre Körper nun auch verschönern. Immer mehr Seefahrer begannen damit, sich tätowieren zu lassen, und immer mehr Tattoo-Shops entstanden zunächst in den Häfen dieser Welt. Die Behandlung war dabei anfangs primitiv und äußerst schmerzhaft. Farbige Stifte wurden mit einem Hämmerchen in die Haut geschlagen und sorgten nebenbei für so manche Infektion.

Nachdem ein Londoner namens Samuel O’Reilly 1891 die erste elektrische Tattoo-Maschine erfand, erlebten Tätowierungen einen großen Aufschwung. Das Stechen war nun wesentlich billiger und schneller, und die Maschine hat sich trotz ihres Alters vom eigentlichen Aufbau seither nicht großartig verändert. Zum absoluten Durchbruch kam es dann in den späten 60er Jahren, als die Verzierungen in Magazinen und im Fernsehen angepriesen und gesellschaftsfähig gemacht wurden. So trägt statistisch gesehen etwa jeder zweite Staatsbürger der Vereinigten Staaten mindestens ein Tattoo, und die Menge an Bildvorlagen geht ins Unermessliche.