Tattoo Technik

Welches ist die beste der vielen Tattoo Techniken?

Grundsätzlich wird beim permanenten Tätowieren die menschliche Haut mit einem spitzen Gegenstand, meist einer Nadel, durchstochen und gleichzeitig Farbstoff in die Haut injiziert. Die Farbpartikel können entweder über Einreiben der Einstichstellen mit Farbe oder, häufiger praktiziert, durch vorheriges Eintauchen der Nadel in die Farblösung in die Haut eingelagert werden. Die Farbpartikel werden während des Vorgangs nach dem Öffnen der Epidermis in die Lederhaut und Unterhaut eingebracht. Der Stich darf hierbei weder zu tief, noch zu oberflächlich sein.

Beim permanenten Tätowieren unterscheidet man zwischen zwei Techniken. Beim so genannten Stechen wird die Nadel im gleichen Winkel wie beim Einstich herausgezogen, beim “Springen” ändert sich dieser Winkel. Bei der letzteren Technik sind Gewebeverletzungen nicht zu vermeiden, es bleiben allerdings mehr Farbpigmente zurück. Die am meisten verbreitete Methode ist heutzutage das Arbeiten mit einer “Gun”, einer elektrischen Tätowiermaschine. Diese basiert auf dem 1891 patentierten Modell von Samuel O´Reilly. Mit Hilfe zweier Spulen wird ein elektromagnetisches Feld erzeugt, welches eine rückwärtig am Maschinenrahmen befestigte Feder anzieht. Die Nadelstange mit einer Anzahl feiner Nadeln wird von der Feder mit nach unten gezogen, unterbricht somit den Stromkreis und springt in die ursprüngliche Position zurück.  Die Geschwindigkeit bewegt sich zwischen etwa 800 bis 5000 Bewegungen pro Minute und ermöglicht geradlinige und scharfe Konturen. Außerdem erlaubt die variable Anzahl von Nadeln saubere Farbfüllungen, Verläufe und Schattierungen.

Neben der modernen Nutzung von Tätowiermaschinen gibt es noch viele weitere Verzierungstechniken. In Polynesien wurden an Stangen befestigte Kämme durch rhythmisches Schlagen auf den Griff in die Haut getrieben und die so selbst gemachte Tinte eingebracht. In Japan werden auch heute noch häufig hölzerne Stechnadelstifte an langen Bambusstangen befestigt, die die Farbe in die Haut zupfen. Die Meister dieser Technik brauchen sehr viel Feingefühl, kreieren aber wahre Meisterwerke. In Neuseeland ritzte man über meißelartige Holzwerkzeuge Farbe in die Gesichter, währen man auf Tahiti Knochen und Haifischzähne und bei den Azteken und Mayas Dornen verwendete. Auch unfreiwillige Tätowierungen gibt es, wenn bei Stürzen Asche- oder Teerpartikel unter die Haut getrieben werden. Natürlich sind nicht alle Tätowierungen permanent, als Alternativen gibt es Airbrush Tattoos, Tattoostifte, Sonnentattoos, Klebefolien-Tattoos für Kinder sowie die länger sichtbaren Henna-Tattoos.